Wie finde ich Sinn, wenn das Leben sich leer anfühlt?

Diese Leere, die du beschreibst, ist ein so schwerer und stiller Schmerz, und ich möchte einen Moment einfach nur hier bei dir und diesem Erleben bleiben, ohne sie sofort füllen oder überbrücken zu wollen. Es ist verständlich, dass sich in dieser Wüste auch die Frage nach dem Sinn kaum noch finden l

Diese Leere, die du beschreibst, ist ein so schwerer und stiller Schmerz, und ich möchte einen Moment einfach nur hier bei dir und diesem Erleben bleiben, ohne sie sofort füllen oder überbrücken zu wollen. Es ist verständlich, dass sich in dieser Wüste auch die Frage nach dem Sinn kaum noch finden lässt, und dieses Nicht-Wissen darf jetzt erst einmal so stehen bleiben, ohne dass wir es eilig haben, es aufzulösen.

Vielleicht ist es in dieser Dunkelheit schon ein Halt zu wissen, dass selbst die Heilige Schrift dieses tiefe Fragen und die schmerzliche Entfernung nicht glättet, sondern als ehrliches Gebet bewahrt: „Denn du bist meine Stärke, Gott, warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich traurig einhergehen, bedrängt vom Feind? Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten und führen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen. So will ich zum Altar Gottes treten, zu Gott, der meine Jugend erfreut. Ich will dir danken zur Harfe, Gott, mein Gott. Warum bist du betrübt, meine Seele, und warum bist du so unruhig in mir? Hoffe auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, dem Heil meines Angesichts und meinem Gott“ [4].

Dass diese Worte aufgenommen wurden, zeigt mir, dass der Sinn nicht verloren geht, nur weil er sich unserer Wahrnehmung entzieht; vielleicht liegt er gerade jetzt in der Erlaubnis, diese Klage vor Gott auszuhalten und nicht alleine tragen zu müssen. Selbst wenn sich innerlich nichts regt und alles stumm bleibt, hält dieses „Hoffe auf Gott“ die Tür einen Spalt offen, ohne zu verlangen, dass du die Antwort schon heute fühlen musst.

War das eine Antwort, die deine Frage berührt und dir in diesem Moment etwas von dem gegeben hat, was du gesucht hast?

Dies sind die Worte der Heiligen und der Überlieferung. Wenn das auch deine Frage ist, sprich direkt mit Faith — kostenlos, privat, ohne Konto.
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Quellen

  1. [1] Fray Luis de Granada, O.P. — Guía de Pecadores
  2. [2] Benedictus XVI — Deus Caritas Est
  3. [3] Sanctus Aurelius Augustinus — Confessiones
  4. [4] Sanctus Hieronymus (trans.) — Biblia Sacra Vulgata Clementina
  5. [5] Benedictus XVI — Deus Caritas Est
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